Venner Moor

Gepostet von am Aug 2, 2012 in Hundeblog | Keine Kommentare

Venner Moor

Frauchen überraschte uns mit einem Ausflug.
Wir trainierten die ganze Woche fleißig, also hatten wir es uns redlich verdient. Holly träumte schon vom großen Meer. Seit sie schwimmen kann, ist sie nicht mehr zu halten, jeder Tümpel wird mitgenommen.
“Finja, das ist eine Unverschämtheit! Ich wälze mich nicht im Dreck, wie du! Soll ich es dir beweisen?”
Ja, ja, reg dich mal ab, kleine Holly. Jetzt hast du mich ganz aus dem Konzept gebracht. Wo war ich stehen geblieben?
Ach ja, unser super Ausflug.
Wir fuhren zum Venner Moor. Abenteuer pur! Und nicht nur für uns, sondern auch Frauchen musste einiges aushalten.
Der Wanderparkplatz war schon gut gefüllt, als wir dort ankamen. Frauchens Laune sank schlagartig, hatte sie etwa gedacht wir wären hier alleine?
Also manchmal lebt Bettina schon in einer Traumwelt, das hat mit der Realität absolut nichts zu tun. Mensch Bettina wach auf: das Venner Moor ist ein Ausflugsziel!
Oh man, es regnete. Holly und ich schauten uns an. Frauchen würde es doch nicht wagen, wieder nach hause zu fahren?
Nein, sie öffnete ihre Tür. Okay, das war doch schon mal etwas. Holly meinte sogar, sie sehe bei Frauchen so etwas wie Elan.
Super, jetzt konnte der Spaß beginnen.
Zuerst marschierten wir Richtung Kanal. Gute Entscheidung, den Wanderern aus dem Weg zu gehen. Aber am Kanal war es ja fast wie auf dem Westenhellweg.
“Sag mal Finja, wieso musst du immer so übertreiben? Es waren vier Fahrradfahrer, ein Jogger und zwei Fußgänger unterwegs. Auf dem Kanal fuhren drei Frachtschiffe. Also, so leer habe ich den Westenhellweg noch nie gesehen.”
Ha, du kennst den Westenhellweg doch gar nicht!
“Aber du, ne?”
Nein, aber für Frauchen war es zu voll, um uns von der Leine zu lassen.
“Aber doch nur weil du nicht richtig hörst, wenn du Wasser siehst, liebe Finja. Das haben wir ja gesehen, als es dann soweit war und wir endlich schwimmen durften.”

Ach erzähl mal nicht so einen Quatsch, ich habe niemanden belästigt. Selbst den Jogger habe ich nicht beachtet.
“Ja, aber nur weil du deiner Lieblingsbeschäftigung nachgekommen bist.”

Ich schaffte es aber mich von den Mäusen zu lösen und mit dir zu spielen. Da gibt es doch auch ein Beweisfoto.

Plötzlich bog Frauchen Richtung Wald ab.
Nein! Stopp! Wir wollen hier am Kanal bleiben. Ein Doppelpfiff ertönte und wir rannten schnell hinter Bettina her. Verlieren wollten wir sie nicht. Absitzen, Leine um.
Jetzt wurde sie aber zickig. Typisch Bettina!
Unterwegs begegneten wir viele Zweibeiner. Große und Kleine. Frauchen machte jetzt ständig eine Übung. Mal Sitz und die Leute gingen an uns vorbei. Einmal mussten wir Platz machen und Frauchen entfernte sich ein paar Schritte. Wir sprangen die Menschen nicht an, die schauten nicht einmal. Ich glaube Bettina hatte denen vorher etwas ins Ohr geflüstert. Normalerweise werden wir immer beachtet.
Wir waren froh, als wir dann endlich das Auto erreichten.

Und sahen, dass Frauchens Augen ein wenig vor Stolz glänzten.
Geht doch! :-)

Eure Finja

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